
Der Ländliche Reit- und Fahrverein wurde im Jahr 1926 von engagierten Pferdefreunden sowie Fürst Friedrich zu Waldeck und Pyrmont gegründet. Ehemalige Kavalleristen förderten schon bald die
Ausbildung der ländlichen Reiter. Auf einem mit einfachen Mitteln hergerichteten Reitplatz am Königsberg trainierten sie jeden Sonntag unter freiem Himmel.
Am 18. September 1927 fand das erste Reitturnier mit 65 gemeldeten Pferden statt. Spätestens 1937 sorgte der Name Arolsen in der deutschen Reiterwelt für Aufmerksamkeit: Otto Meuser hatte für 350
Reichsmark ein aufgrund seines Temperaments als ungeeignet geltendes Soldatenpferd gekauft. Die Vollblutstute „Flora“ entwickelte sich unter ihm jedoch so hervorragend, dass Meuser im Berliner
Olympiastadion Deutscher Meister der ländlichen Reiter wurde.
Das letzte Turnier vor dem Zweiten Weltkrieg fand im Juni 1939 auf dem Königsberg statt.
Wie alle Sportvereine wurde auch der Reitverein im Jahr 1945 auf Anordnung der amerikanischen Besatzungsmacht aufgelöst. Bereits 1947 erfolgte jedoch die Neugründung.
Während der Zeit der belgischen Kaserne wurde zudem das traditionelle NATO-Turnier ausgetragen, das weit über die Grenzen Waldecks hinaus bekannt war.
Bis heute besteht der Verein aus aktiven Reitern und engagierten Fördermitgliedern, auf deren Unterstützung bei zahlreichen Veranstaltungen Verlass ist. Ein großes Anliegen ist es uns die Kinder
und Jugendlichen zu fördern. Auch heute noch richtet der Reit- und Fahrverein sein traditionelles Sommerturnier aus.
Darüber hinaus stellt der Verein jedes Jahr seine gesamte Reitanlage für den großen Kram- und Viehmarkt zur Verfügung, der an vier Tagen im August stattfindet. Am Freitag übernimmt der Verein die
Bewirtung beim Viehauftrieb, bei dem in wenigen Stunden zahlreiche Liter Bier und viele Bratwürste verkauft werden.
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